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Seit über 20 Jahren veranstaltet der motorsportbegeisterte Charles Henry Gordon-Lennox, Earl of March and Kinrara, besser bekannt als Lord March, das Goodwood Festival of Speed auf dem Gelände seines Anwesens Goodwood House. In diesem Jahr folgten wir mit insgesamt 18 Personen und 9 Porsche Fahrzeugen dem Ruf dieser legendären und weltweit größten Veranstaltung ihrer Art. Vorgesehen war eine viertägige Reise vom 25.06. bis zum 28.05. nach Südenglang mit einem Mix aus Geschichte, Fahrerlebnis und Motorsport zum Anfassen.

Am Donnerstag starteten wir aus dem Ruhrgebiet in Richtung Dünkirchen um dort mit der Fähre nach Dover überzusetzen. Nach einer kurzweiligen Überfahrt erschienen schon bald die Kreidefelsen von Dover und wir machten uns auf den Weg zu unserem Hotel in der Ortschaft Uckfield. Ein modernes Golf- und Wellness Hotel außerhalb des Ortes gelegen mit ausreichenden Parkmöglichkeiten und einem Golfplatz direkt hinter dem Hotel, so dass man von seinem Zimmer aus jeden Morgen die einsamen Golfer beim Abschlag beobachten konnte.

Der Freitag stand die Geschichte Südenglands im Mittelpunkt, denn wir machten uns auf in Richtung der berühmten historischen Stätte Stonehenge. Man geht davon aus, dass die Megalithstruktur bereits über 5000 Jahre alt ist und die Stätte selbst mit ihrer Umgebung eine mindestens 11000 Jahre lange Geschichte aufweist. Über dies konnten wir uns im neu errichteten Stonehenge Museum selbst ein Bild machen und uns über alles informieren. Anschließend ging es mit dem Pendelbus zur Stätte selbst. Bewaffnet mit Kamera und Audioguide gingen wir einmal um das Bauwerk herum und ließen die Energie dieses Ortes aus uns wirken.

Im Anschluss fuhren wir zur Küste Südenglands nach Portsmouth, wo wir uns die Historic Dockyards im Hafen angesehen haben. Einige von uns besuchten das Museumsschiff HMS Victory, das in der Schlacht von Trafalgar eine entscheidende Rolle spielte. Es ist über 250 Jahre alt, wird zur Zeit restauriert und hat noch eine aktive Besatzung der Royal Navy. Zum Abendessen wählten wir ein Spezialitätenrestaurant direkt am Hafen. Den Abend ließen wir in der Hotelbar bei Whisky und Ale ausklingen.

Samstagmorgen ging es bereits sehr zeitig nach dem Frühstück los in Richtung Goodwood House. Nach etwas mehr als 1 ½ Stunden erreichten wir unser Ziel, den Performance Car Parkplatz, wo wir in guter Gesellschaft aller namhaften Supersportwagen unsere Fahrzeuge parkten. Der eine oder andere historische und aktuelle Porsche sowie zwei 918 Spyder in unmittelbarer Nähe boten ein gutes Gegenstück zu den Fahrzeugen britischer und italienischer Sport- und Luxusfahrzeugherstellern. Nachdem wir fast alle Fahrzeuge auf diesem Parkplatz unter die Lupe nahmen gingen wir ein paar Schritte und befanden uns direkt auf dem Veranstaltungsgelände. Neben den Ständen der großen Fahrzeughersteller gab es noch viele andere Attraktionen zu bewundern.

Natürlich besuchten wir auch den Porsche Stand sowie das Porsche Le Mans Cafe und den Stand des Porsche Club Great Britain wo wir jede Mal die englische Gastfreundschaft und Motorsportbegeisterung genießen durften. Neben dem neue GT3 RS, dem Cayman GT4 und den neuesten Cayenne und Panamera Hybridfahrzeugen waren auch die Siegerfahrzeuge vom 24h-Rennen von Le Mans zu bewundern. Im neuen Macan oder Cayenne konnte man sich auch abseits der Straße auf der Porsche Experience über die Offroad-Fähigkeiten ein Bild machen.

Highlight des Goodwood Festival of Speed ist neben dem Supercar Paddock aber sicherlich der F1-Paddock und natürlich die 1,86 Kilometer lange Bergrennstrecke, auf der, gesäumt von vielen Tribünen, alle Fahrzeuge unterwegs sind. Vom historischen über 100 Jahre alten Rennwagen bis zum aktuellsten, teilweise noch nicht erhältlichen Supersportwagen ist alles vertreten. Diese Fahrzeuge werden u.a. von Rennlegenden wie Sir Sterling Moss und Sir Jackie Steward aber auch von aktuellen F1-Fahrer wie Kimi Raikönen und Nico Rossberg bewegt. Darüber hinaus sind Fahrer wie Mark Webber, Klaus Ludwig, Damon Hill oder Ken Block anzutreffen. Beim faszinierenden Gang durch das F1-Paddock kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus, den legendäre Rennwagen aus allen Epochen sind zum Greifen nah und mit ein bisschen Glück trifft man dort auch mal auf den einen oder anderen Rennfahrer wie z.B. auf Rennfahrerin und GRIP-Moderatorin Cyndie Allemann.

Während man sich auf die Fahrzeuge am Boden und auf der Rennstrecke konzentriert, fliegen über dem Gelände die Red Arrows, das Royal Air Force Aerobatic Team,  spektakuläre Manövern.

Voller Eindrücke und ein wenig geschafft verließen wir am Ende des Tages diese großartige Veranstaltung und fuhren zurück in unser Hotel. An der Bar ließen wir den Tag ausklingen und tauschten unsere Erlebnisse aus.

Am Sonntag traten einige von uns die Heimreise an, währen andere die Gelegenheit nutzen und noch ein paar Tage nach London oder Cornwall fuhren um das Erlebte zu verarbeiten und auszuspannen.

Wie so oft können tausend Worte nicht beschreiben, was ein Bild sagt und Erzählungen nicht annähernd die Eindrücke und Emotionen beschreiben, die man erlebt, wenn man selbst dabei ist. So ist es auch hier und ich glaube dies ging und geht noch allen Teilnehmern der Goodwood Tour 2015 bis heute so.

Thank you, Lord March, for this great experience and see you next year.

(Quellen: Wikipedia und eigene Recherche)

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